Lichtenberg

    Resolution Mindestlohn

    Resolution Mindestlohn

     ver.di Berlin - OrtsseniorInnengruppe Lichtenberg

    Die Seniorinnen und Senioren unserer Gruppe begrüßen den Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie (Mindestlohngesetz).

    Dieses Gesetz wird die Arbeits-und Lebensbedingungen von Millionen Menschen verbessern, weist aber für junge Menschen und Langzeitarbeitslose Ausnahmen auf, die so nicht hinzunehmen sind.

    Der Mindestlohn muss ohne Wenn und Aber für alle Beschäftigten gelten!

    Wenn er nicht für alle Beschäftigten gilt, verdient er seinen Namen nicht.

    Ebenso sprechen wir uns gegen das Einfrieren des Mindestlohnes bis 2018 auf 8,50 € aus, spätestens 2016 muss eine Anpassung erfolgen.

    Wir fordern die Umsetzung des vom DGB vorgelegten Papiers zum Mindestlohn ohne Ausnahmen.

    Damit der Mindestlohn eine wirkliche Barriere gegen Lohndumping und ein Schutz gegen weitere Prekarisierung der Arbeit werden kann, fordern wir die Nachbesserung folgender Festlegungen:

    1. Wir sehen keine Notwendigkeit für Ausnahmen vom Gesetz für Jugendliche unter 18 Jahren

    2. PraktikantInnen müssen mindestens außerhalb von studien- und ausbildungsbegleitenden

    Praktika mit dem gesetzlichen Mindestlohn vergütet werden.

    1. Ehrenamtlich Tätige dürfen keine Ausnahme sein, um nicht Missbrauch Tür und Tor zu öffnen

    2. Die Ausnahme für Langzeitarbeitslose, die 6 Monate warten müssen, ehe sie die Mindestlohnregelung in Anspruch nehmen können, ist nicht zu rechtfertigen, gerade diese Gruppe ist durch die Gesetze zur Annahme von Niedrigstjobangeboten gezwungen und gerade der Sinn des gesetzlichen Mindestlohnes ist es, für diese Gruppe eine untere Grenze einzuziehen.

    Deshalb fordern wir, eine gründliche Analyse der praktischen Umsetzung der Mindestlohnregelungen in den EU - Ländern vorzunehmen, die damit schon mehrere Jahre Erfahrung haben und positive Ergebnisse der Umsetzung für Deutschland zu übernehmen.

    Wir sehen keine Gefahr für Jugendliche, lieber für Mindestlohn zu arbeiten als sich ausbilden zu lassen, keine Gefahr des Sozialmissbrauchs durch Langzeitarbeitslose, PraktikantInnen oder Ehrenamtliche und wir sehen keine Einfriernotwendigkeit bis 2018.

    Daraus resultiert unsere Forderung, das Gesetz ohne Ausnahmen zu beschließen!